Die Gemeinden Appen, Groß Nordende, Heidgraben, Moorrege, Neuendeich sowie Haselau und Haseldorf treten dem Zweckverband Breitband Marsch und Geest bei

20. November 2015

Ohne das Internet findet heute weder gesellschaftliches noch wirtschaftliches Leben statt: moderne Online-Anwendungen sind nur mit einem schnellen Internet-Zugang realisierbar. Das merken Sie vielleicht bereits zu Hause, unsere Kinder in der Schule oder bei der Recherche daheim sowie unsere Gewerbetreibende im Produktionsprozess oder im Austausch mit anderen Betrieben. Kurzum: Man kann bei schnellem Breitband bereits von einer Daseinsvorsorge sprechen.

Auch die Gemeinden Groß Nordende, Heidgraben, Moorrege, Neuendeich sowie Haselau und Haseldorf wollen etwas dafür tun, dass wir alle zukünftig nicht von der fortschreitenden Entwicklung abgeschnitten sind und vor allem hochgradig unterversorgte Bereiche besser versorgt werden.
Der Zweckverband Breitband Marsch und Geest (bis zum 15.01.2016 als Zweckverband Breitband Südholstein benannt) war an die Gemeinden herangetreten und hatte diese gebeten, über eine Mitgliedschaft im Zweckverband nachzudenken. Der Zweckverband möchte in den Gemeinden, die ihm beitreten, ein Glasfasernetz mit entsprechenden Anschlüssen bis in die Haushalte errichten. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes FTTH-Netz (Fiber to the Home). Nachdem alle Gemeindevertretungen der genannten Gemeinden einem Beitritt bereits zugesagt hatten, hat nun auch die Verbandsversammlung des Zweckverbandes am 17.11.2015 vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen der Aufnahme in den Zweckverband zugestimmt.
Da die großen Telekommunikationsunternehmen nicht bereit sind, in den Gemeinden ein wirklich schnelles und hochmodernes Breitbandnetz zu errichten, stellt sich ein solcher Beitritt zurzeit als einzige Lösung dar, um die Breitbandversorgung erheblich und vor allem für alle zu verbessern.
Der Zweckverband wird nun mit den Planungen unmittelbar beginnen. Da heißt natürlich nicht, dass alle gleich morgen einen schnellen Internetzugang bekommen können. Ab Mitte 2016 könnten wir mit konkreten Informationen zu Beginn und Umfang des Ausbaus rechnen. Um überhaupt einen Ausbau zu erhalten, würde eine Anschlussquote zu erreichen sein. Das heißt, eine Mindestzahl an Haushalten müsste bereit sein, einen Glasfaseranschluss zu nehmen, um den Ausbau wirtschaftlich zu gestalten.
Welche Anschlussquote benötigt die Gemeinde zum Bau eines Glasfasernetzes? Wer wird Betreiber? Was kostet ein Glasfaseranschluss für mein Haus? Was kostet mich ein Produkt monatlich? Was muss ich als Mieter beachten? Sie sehen, es sind noch viele Fragen offen. Sobald wir erste Antworten geben können, werden wir Sie natürlich informieren. Einwohnerversammlungen zu diesem Thema sind ebenfalls geplant.