Bildung für eine starke Zukunft

Hetlingen bleibt „ausgezeichnetes“ Beispiel für andere Kommunen in Deutschland

Monika Riekhof freut sich über die Auszeichnung, die ihr die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Maria Böhmer und Staatssekretär Christian Luft vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bei einer Feierstunde in Bonn überreichen. Foto: Thomas Müller

Eine Schule, die eine Regenwassernutzungsanlage einsetzt. Globale Lernpartnerschaften, in denen Berufsschüler etwas über nachhaltiges Wirtschaften lernen – gute Bildungsbeispiele für nachhaltige Entwicklung in der Praxis sind in Deutschland zahlreich. Und dann gibt es noch die kleine Gemeinde hoch oben im Norden, die sich für Bildung, Ressourcenschonung, Klimaschutz und Mobilität in ihrer Region stark macht – Hetlingen.

Unter dem Motto „Ausgezeichnet“ prämierten Staatssekretär Christian Luft vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Maria Böhmer 32 Lernorte, 43 Netzwerke und sechs Kommunen für ihr herausragendes Engagement für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Für die Gemeinde Hetlingen nahm Monika Riekhof, stellvertretetende Bürgermeisterin und Beauftragte für das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ die Auszeichnung in Bonn entgegen. Sie hatte die Bewerbung auch auf den Weg gebracht.

Die Initialzündung für diese von der Unesco, der internationalen UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur, getragenen Auszeichnung, kam 2011 von der damaligen Bürgermeisterin Barbara Ostmeier. Sie hatte sich dafür stark gemacht, dass sich ihre kleine Kommune zu dem Weltaktionsprogramm bekennt. So soll allen Menschen ermöglicht werden, „die Werte, Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben, die für eine zukunftsfähige Gestaltung des eigenen Lebens und der Gesellschaft notwendig sind“. So erhielt Hetlingen erstmals 2014 eine internationale Anerkennung.

Vor allem die außerordentlichen Klimaschutzanstrengungen der Hetlinger Kindertagesstätte, die Zusammenarbeit der kleinen Schule und des Kindergartens mit der Umweltpädagogin des Abwasser-Zweckverbandes Südholstein, Ute Hagmaier, sowie die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Umweltschutz Haseldorfer Marsch und der Bandreißergruppe im Kulturverein sind damals wie heute die Säulen für die „Auszeichnung“ Hetlingens.