Hetlingen ist Unesco-Kommune

Auszeichnung: Am Sonntag wurde das Dorf in Frankfurt offiziell zur Kommune der UN-Dekade erklärt

Hetlingen. Seit Sonntag darf sich die Gemeinde Hetlingen „Offizielle Kommune der UN-Dekade ‘Bildung für nachhaltige Entwicklung’“ (BNE) nennen. Damit ist das Dorf die einzige schleswig-holsteinische und insgesamt kleinste bisher ausgezeichnete Dekade-Kommune.

Gestern hat Bürgermeisterin Barbara Ostmeier den undotierten Preis vorgestellt und gemeinsam mit rund 20 großen und kleinen Bürgerinnen und Bürgern die Fahne gehisst, die sie während der Auszeichnung in Frankfurt entgegengenommen hat.

Seit 2005 zeichnet die Unesco regelmäßig Kommunen, Firmen und Einrichtungen aus, die das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen der Bildung in vorbildlicher Weise verankert haben. Die Anregung, dass sich auch die Gemeinde Hetlingen bewerben könne, kam vom azv Südholstein, dessen Verwaltungsratsmitglied Barbara Ostmeier ist. „Wir haben die Gemeinde unter die Lupe genommen und geschaut, was zu diesem Thema passt. Und dabei ist ein erfreulicher Katalog zusammengekommen“, sagte die Bürgermeisterin. Das Elbkinderland wurde im Bewerbungsbogen ebenso aufgelistet wie die Umwelt- und Klimaprojekte in Schule und Kindergarten, aber auch privates Engagement wie die Bürgersolaranlage auf dem Dach des Kindergartens.

Barbara Ostmeier reizt an dem Thema nachhaltige Bildung vor allem, dass die Idee dahinter „nicht ideologisch besetzt ist.“ Gedacht ist die Auszeichnung darüber hinaus als Ansporn, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, den Ist-Zustand kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Geht es nach Hetlingens Bürgermeisterin, dann werden die BNE in das Leitbild der Gemeinde integriert, Aktivitäten stärker als bisher miteinander vernetzt. „Vielleicht gelingt es uns sogar, ein eigenes Konzept zu entwickeln, um das Thema zu beflügeln.“ Das deckt sich mit Plänen des Kreises Pinneberg, der ebenfalls an einem BNE-Konzept arbeitet. „Wir werden versuchen, uns da einzuklinken und hoffen auf neue Ideen“, so Barbara Ostmeier. Profitieren wird Hetlingen von der ideellen Auszeichnung in jedem Fall. „Das Schwerpunktthema Bildung für nachhaltige Entwicklung macht unsere pädagogischen Einrichtungen und die Gemeinde attraktiver.“

Sichtbares Zeichen ist die Fahne, die seit gestern zusammen mit der der Gemeinde vor der Mehrzweckhalle weht. Bürger, die bei dem Treffen gestern nicht dabei waren, können den Erfolg dennoch zusammen mit der Bürgermeisterin feiern. Im Januar steht das Thema im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs.

Uetersener Nachrichten Online Ausgabe vom 26.11.2013 21:43, von Claudia Ellersiek

Wedel-Schulauer Tageblatt 27.11.2013