Bekanntmachung des Amtes Geest und Marsch Südholstein für die Gemeinde Appen über die öffentliche Auslegung (§ 3 Abs. 2 Baugesetzbuch)...

28. Juni 2017

*...der von der Gemeindevertretung in der Sitzung am 27.06.2017 gebilligte und zur Auslegung bestimmte Entwurf zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 28 „Sondergebiet Schäferhof“ für das Gebiet nördlich des Weges an den Karpfenteichen, westlich der Deponie und östlich der Holzwerkstatt des Schäferhofes sowie die dazugehörige Begründung liegen

vom 17.07.2017 bis 17.08.2017

in der Amtsverwaltung Geest und Marsch Südholstein, auf dem Flur des Fachbereichs Bauen und Liegenschaften, 1. OG, (Ansprechpartner im Zimmer 110), Amtsstraße 12, 25436 Moorrege während folgender Zeiten öffentlich aus:

montags bis freitags von 08.00 – 12.00 Uhr, montags zusätzlich von 14.00 – 18.00 Uhr

Die Dokumente sind außerdem auf der Homepage des Amtes www.amt-geest-und-marsch-suedholstein.de verfügbar
Folgende umweltrelevante Informationen sind verfügbar:

1. Umweltbericht zur Planung, er ist Teil der Begründung und enthält u.a. eine artenschutzrechtliche Beurteilung, Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen sowie Maßnahmen zum naturschutzrechtlichen Ausgleich im Bereich zwischen Appener Au und Appener See (Büro Elbberg, Hamburg mit TGP Landschaftsarchitekten, Lübeck)
2. 3. Änderung des Landschaftsplans der Gemeinde Appen (TGP Landschaftsarchitekten, Lübeck)
3. Orientierende Untersuchung der oberflächennahen Auffüllung im Hinblick auf mögliche Verunreinigungen (Sachverständigenbüro K. Klettner, Reinbek)
4. Die eingegangenen Stellungnahmen aus der frühzeitigen Behördenbeteiligung gem. § 4 Abs. 1 Baugesetzbuch

In Gutachten, Stellungnahmen sowie im Umweltbericht und Landschaftsplan befinden sich umweltrelevante Informationen zu den Themenfeldern:

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Mensch
Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu Lärm, Verkehr und anderen Immissionen. Erhebliche Konflikte durch die Planung bestehen nicht.
Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Tiere
Es werden Aussagen getroffen zu möglichen Beeinträchtigungen der Fauna inklusive einer artenschutzrechtlichen Beurteilung mit Ausgleichsmaßnahmen. Unter Berücksichtigung der Ausgleichsmaßnahmen tritt kein artenschutzrechtlicher Verbotstatbestand ein.
Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Pflanzen
Es werden Aussagen getroffen zu den vorhandenen Biotoptypen und dem Biotopverlust. Es entsteht ein Verlust einer 400 m² großen Gehölzfläche.
Umweltbezogene Informationen zu den Schutzgütern Boden und Wasser
Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu dem im Plangebiet anstehenden Boden und dessen Vorbelastung (Versiegelung, Abgrabungen, Aufschüttungen), zur bestehenden Bodenauffüllung und zur angrenzenden Deponie und zum Fehlen von grundwassernahen Flächen und Gewässern. Für Boden und Wasser sind aufgrund der hohen Vorbelastung keine zusätzlichen erheblichen Beeinträchtigungen zu erwarten.
Umweltbezogene Informationen zu den Schutzgütern Klima und Luft
Es werden Aussagen getroffen zum Lokalklima und zur Luftqualität. Erhebliche Konflikte durch die Planung bestehen nicht.
Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Kultur- und Sachgüter
Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zum angrenzenden Ensemble des Schäferhofs. Erhebliche Konflikte durch die Planung bestehen nicht.
Umweltbezogene Informationen zum Schutzqut Landschaft
Es werden Aussagen getroffen zur Qualität des vorhandenen Landschaftsbildes und der hohen visuellen Vorbelastung (Überhöhung durch Deponie). Unter Beachtung der
Vermeidungs‐ und Minimierungsmaßnahmen (randliche Eingrünung der Fläche) sind die
Beeinträchtigungen durch die Planung als gering einzustufen.
Die Lage und der vorgesehene Geltungsbereich sind in den anliegenden Lageplänen kenntlich gemacht.

Während der Auslegungsfrist können alle an der Planung Interessierten die Planunterlagen und umweltbezogene Stellungnahmen einsehen sowie Stellungnahmen hierzu schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgeben. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über die Satzung unberücksichtigt bleiben, wenn die Gemeinde den Inhalt nicht kannte und nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit der Satzung nicht von Bedeutung ist.

Einwendungen, die im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht werden, aber hätten fristgerecht geltend gemacht werden können, machen einen Normenkontrollantrag nach § 47 VwGO unzulässig.

Appen, den 28.06.2017
Amt Geest und Marsch Südholstein
Der Amtsdirektor
Im Auftrag

(Goetze)